Akademie für Darstellende Kunst Bayern
Staatlich anerkannte und geförderte Fachakademie

Daten und Fakten

Status
Die Akademie für Darstellende Kunst Bayern ist eine staatlich geförderte und anerkannte private Fachakademie für Schauspiel, Regie und Theaterpädagogik. Sie ist BAföG-anerkannt.
Die ADK Bayern bietet den Studierenden eine kostenlose vierjährige Ausbildung in der Fachrichtung Regie.

Abschluss
Staatlich geprüfter Regisseur (FAK).

Studienaufbau
Die Ausbildung ist in ein Grundstudium (1./2. Jahr) und ein Hauptstudium (3. und 4. Jahr) unterteilt.
Im ersten Jahr findet der Unterricht gekoppelt mit den Studenten der Fachrichtungen Schauspiel und Theaterpädagogik statt.

Unterrichtszeit
Der Unterricht findet bereits ab dem ersten Studienjahr im Rahmen von Einzel-, Kleingruppen- und Ensemblestunden statt.
Der Unterricht findet ganztägig von Montag bis Freitag statt und wird an den Wochenenden teilweise durch Theatervorstellungen und Workshops ergänzt.

Fachrichtung Regie

Die ADK Bayern bildet Theater-Regisseure aus, die in ihrem Schaffen eigene Akzente setzen, den Theaterbetrieb und seine Erfordernisse verinnerlicht haben und sich mit ihren künstlerischen Absichten durchzusetzen vermögen. Der Umgang mit den Schauspielern und ihrer Perspektive ist eine Schlüsselqualifikation. Das Grundstudium führt zunächst in die Arbeit des Schauspielers ein. Der Regisseur lernt, sich in dessen Arbeitsweisen einzufühlen und Spielfreude zu entwickeln. Er sammelt wertvolle Eindrücke, auf die er zurückgreifen kann. Darauf aufbauend sammeln die Studenten ab dem zweiten Jahr Erfahrungen im Fachbereich Regiepraxis, welche sie in ihren Inszenierungen und in der Abschlussinszenierung schon während der Ausbildung vertiefen können. Über die ganze Ausbildung erstreckt sich die fachtheoretische Auseinandersetzung mit dem Beruf. Theorie und Praxis geben sich gegenseitig Impulse. Das Studium bleibt dabei praxis- und berufsorientiert. Die Wahlfächer und Schwerpunkte bieten individuellen Begabungen und Interessen Raum und runden die Ausbildung zum Regisseur ab.

Die ADK Bayern setzt in ihrer praktischen Ausrichtung im Fachbereich Darstellendes Spiel für Regisseure auf die europäische Tradition mit besonderer Berücksichtigung der Ideen Bertolt Brechts und Konstantin Stanislawskis. Praxisorientierung steht dabei im Mittelpunkt. Eigenkreativität wird gefordert und individuelle Begabungen werden gefördert. Handwerkliches Können und künstlerischer Anspruch werden gleichberechtigt entwickelt.

Um die Lernorte für den Fachbereich Regiepraxis zu erweitern, stellt die ADK Bayern viele verschiedene Aufgabenfelder. Neben den ersten Erfahrungen in der Schauspielklasse bei intensiver Betreuung der Fachlehrer mit dem Fokus auf Regie, folgen ab dem zweiten Ausbildungsjahr weitere Praxismöglichkeiten. Projektassistenzen in Unterrichtssequenzen oder bei Produktionen des Akademietheaters wechseln sich ab mit Assistenzen bei erfahreneren Regiestudenten aus höheren Semestern, eigenen ersten Regieversuchen bis hin zu eigenen Inszenierungen. Zusätzlich sollen eine Regiehospitanz und eine Regieassistenz an externen Theatern abgeleistet werden. Es folgt eine interne Assistenz bei einem Gastregisseur. Dabei handelt es sich um eine Inszenierung für das Akademietheater mit der Abschlussklasse der Schauspielstudenten. Abschießend wird von jedem Regiestudenten eine Abschlussinszenierung verlangt.

Durch den Fachbereich Fachtheorie rundet die ADK Bayern die oben dargestellten Inhalte der praktischen Fachbereiche im Sinne einer umfassenden Ausbildung ab. Die Studierenden erwerben gründliche Kenntnisse über Schauspielmethoden, Theatertheorien, Regietheorien, aktuelle Fachliteratur, Dramen- und Textanalyse, Theater- und Literaturgeschichte, Ästhetik, Musikkunde, Kostüm- und Maskenkunde, Dramaturgie, Projektmanagement, Bühnen- und Beleuchtungstechnik, Anatomie und Physiologie des Sprechens, Orthoepie, Theaterrecht sowie Eigen- und Kulturmanagement.